Aus der Praxis. Für die Praxis.
Das Team hinter der Schmetterlingspädagogik
Was wir weitergeben, haben wir selbst erlebt. Heute helfen wir anderen Schulen dabei, diesen Weg zu gehen.
Aus der Praxis. Für die Praxis.
Das Team hinter der Schmetterlingspädagogik
Was wir weitergeben, haben wir selbst erlebt. Heute helfen wir anderen Schulen dabei, diesen Weg zu gehen.
Wer wir sind
Hinter der Schmetterlingspädagogik steht ein Team, das die Entwicklung des Konzepts von Beginn an mitgetragen hat – als Schulleitung, Lernbegleiter:innen, Lernpartner:innen und Organisator:innen. Was uns verbindet: die Überzeugung, dass Schule ein Ort sein darf, an den alle gerne kommen.
Wir sind keine Theoretiker:innen, sondern Menschen, die zeitgemäßes Lernen jeden Tag selbst gestaltet haben. Wir wissen, wie sich ein Schulalltag anfühlt, in dem Kinder gerne lernen, und wir wissen, wie man dorthin kommt: Schritt für Schritt. Aus dieser Erfahrung heraus begleiten wir heute Schulen, Lehrkräfte und Schulträger auf ihrem eigenen Weg.

Stefan Ruppaner
Ehemaliger Schulleiter
Stefan war bis 2024 Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen, die 2019 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Die dort entstandene Lernkultur bildet zugleich das Fundament der Schmetterlingspädagogik.
Als Vorsitzender unserer Genossenschaft begleitet er die Vision und Entwicklung des Materialnetzwerks bis heute maßgeblich. Mit seiner Erfahrung, seinem Mut und seiner Leidenschaft für Bildung inspiriert er seit vielen Jahren Schulen weit über das Materialnetzwerk hinaus und ist aus der Bildungslandschaft kaum mehr wegzudenken.

Patricia Schmidt
Stellvertr. Schulleiterin
Wer schon in der Grundschule bei Stefan war, aus dem kann ja nur etwas werden. Patricia begleitet die Alemannenschule bereits seit vielen Jahren – vom FSJ über das Referendariat bis hin zu ihrer heutigen Rolle als Konrektorin.
Als Teil des Materialnetzwerks begleitet sie die Entwicklung unserer Genossenschaft seit Beginn aktiv mit.
Mit ihrer Erfahrung und ihrer Begeisterung für zeitgemäße Bildung gestaltet sie Schulentwicklung aktiv mit.

Valentin Helling
Ehemaliger Lernbegleiter
Valentin hat das Materialnetzwerk von Beginn an maßgeblich mit aufgebaut und die heutige Materialstruktur wesentlich geprägt. Als kreativer Entwickler und visionärer Vordenker begleitet er das Netzwerk bis heute und entwickelt es kontinuierlich weiter.
Ob als Dozent, Ideengeber oder Impulsgeber innerhalb des Netzwerks – mit seinen Ideen und seinem Blick für zukunftsorientierte Bildung prägt er die Weiterentwicklung des Materialnetzwerks auf besondere Weise. Und dass er auch zaubern kann, hat uns tatsächlich schon in vielen Situationen weitergeholfen.

Isabel Budde
Organisatorin
Isabel – besser bekannt als „Isibu aus Wu“ – ist normalerweise eure Ansprechpartnerin für sämtliche Anfragen rund um die Genossenschaft, Materialpakete, Kooperationen und alles, was euch sonst so auf dem Herzen liegt. Mit viel Herzblut hält sie im Hintergrund die Fäden zusammen und sorgt dafür, dass alles läuft.
Aktuell ist sie aufgrund von Mutterschutz und anschließender Elternzeit leider nicht erreichbar.

Tanja Schöler
Lernbegleiterin
Tanja hat die Kompetenzraster sowie die Struktur unserer Lernmaterialien maßgeblich mitentwickelt und begleitet das Materialnetzwerk von Anfang an mit ihrer Expertise und Erfahrung. Im Fach Deutsch erstellt sie zahlreiche Materialpakete und unterstützt andere Autor:innen mit ihrem Wissen bei der Entwicklung neuer Materialien. Zudem berät sie Schulen in diesem Bereich und bringt ihre Impulse und Perspektiven kontinuierlich in unser Netzwerk ein. Darüber hinaus ist sie seit der Gründung Mitglied unseres Aufsichtsrats.

Ladina Gerhard
Ehemalige Lernpartnerin
Wir haben einfach angefangen
Unsere Geschichte beginnt nicht mit einem fertigen Konzept, einem Förderbescheid oder einem prominenten Vorbild. Sie beginnt mit einem Schulleiter, der nicht mehr akzeptieren wollte, dass Lernen für viele Kinder zur Fronarbeit wird – und mit einem Kollegium, das bereit war, neue Wege zu gehen, ohne zu wissen, wohin sie führen würden.
Wir waren eine ganz normale öffentliche Schule in einer ländlichen Gegend. Wenig Geld, wenig Aufmerksamkeit, dafür aber der Mut, Dinge auszuprobieren. Vieles, was heute selbstverständlich klingt haben wir uns in vielen kleinen Schritten erarbeitet. Mit Umwegen, Rückschlägen und manchmal auch gegen Widerstand. Aber immer mit der gleichen Frage im Hinterkopf: Was brauchen die Kinder wirklich, damit sie gerne lernen?

Unsere Geschichte
2007
Ein Fernsehabend, der alles veränderte
Erster Kontakt mit Reinhard Kahls Film "Treibhäuser der Zukunft"
Eigentlich lief an diesem Abend kein Fußball – und so bleibt Stefan Ruppaner beim Zappen an Reinhard Kahls Dokumentation hängen. Was er dort sieht, lässt ihn nicht mehr los: Schulen, in denen Kinder freiwillig lernen. Der Anstoß ist gesetzt.
2008
Siebtklässler, die freiwillig lernen? Das gibt es doch!
Besuch an der Bodensee-Schule in Friedrichshafen
Was im Film fast zu schön scheint, will Stefan mit eigenen Augen sehen. Der Besuch in Friedrichshafen verändert alles: Es geht also doch. Wir müssen es nur tun.
Eine Idee wird geteilt
Der pädagogische Tag
Wenige Monate später läuft der Treibhäuser-Film im Lehrerzimmer. Die Reaktionen sind gemischt, doch eine kleine Gruppe will mitziehen. Mehr braucht es nicht für den Anfang.
2009
Ein wichtiger Verbündeter im Rathaus
Düstere Prophezeiung: Studie des Friedrich-Erler-Forums prophezeit die Schließung der Sekundarstufe an der ASW bis 2017
Eine Studie prophezeit das Aus für die Sekundarstufe an der ASW. Stefan geht zum Bürgermeister – und gewinnt mit Georg Eble den wichtigsten politischen Verbündeten. Aus der Bedrohung wird der Antrieb.
2011
Die ersten Schritte raus aus dem Frontalunterricht
Kompetenzraster und Lerntheken
Die ersten Kompetenzraster und Lernateliers entstehen – noch handgemacht, kopiert, gebastelt. Aber sie funktionieren. Plötzlich vertiefen sich Kinder, die im Frontalunterricht nie zur Ruhe kamen.
2012–2014
Peter Fratton schärft unsere Haltung
Startschuss für die Entwicklung von Leitbild und Werkzeugen für ein neues Schulkonzept
Mit dem Schweizer Schulgründer Peter Fratton kommt, was bisher fehlte: eine klare Haltung. Aus Lehrer:innen werden Lernbegleiter:innen, aus Schüler:innen Lernpartner:innen. Es ist mehr als ein Methodenwechsel – es ist ein Kulturwandel.
Wir reißen die Klassenzimmer auf
Das erste Jahr als Gemeinschaftsschule
2012 startet die ASW als eine von rund 40 Gemeinschaftsschul-Starterschulen. Altersgemischte Gruppen, keine 45-Minuten-Taktung, keine festen Klassenräume. Die Wände müssen weg – wörtlich und im Kopf.
Digitale Werkzeuge, die zum Konzept passen
Entwicklung und Vorstellung der digitalen Lernumgebung DiLer und iPads für alle
Mit der eigenen Lernumgebung DiLer und den ersten iPad-Jahrgängen werden Materialien, Coaching und Lerntagebücher transparent zugänglich. In der Grundschule bleibt es bewusst analog – das Digitale ist Werkzeug, nicht Selbstzweck.
2015–2018
Anerkennung und Widerstand
Was macht der da eigentlich genau?
Je sichtbarer wir werden, desto genauer schauen Ministerien und Behörden hin. Es gibt Lob, aber auch Auflagen und sogar Klagen – die sechs Familien 2017 in zwei Instanzen gewinnen. Wir lernen: Wer Schule verändern will, braucht einen langen Atem.
Unser Weg führt bis zum Abitur
Genehmigung der gymnasialen Oberstufe
Warum sollen Kinder ausgerechnet vor dem Abitur das Konzept wechseln, das für sie funktioniert? Herbst 2018: Die ASW erhält die Genehmigung für eine eigene gymnasiale Oberstufe.
2019
Preisgekrönte Bestätigung für einen langen Weg
Preisträgerschule beim Deutschen Schulpreis
2019 wird die ASW mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet, 2021 folgt der Schulpreis Spezial. Aus „eine Schule macht das anders" wird langsam „so könnte Schule überall sein".
2020–2021
Der Schmetterling als Konzeptsymbol
Weiterentwicklung des Konzepts zur Schmetterlingspädagogik
Ausgerechnet in der Coronazeit wird das Bild klar: Der Schmetterling steht für mehr als Wachstum. Seine zwei Seiten – selbstorganisiertes Lernen und lebendige Gemeinschaft – gehören untrennbar zusammen. Aus dem ASW-Konzept wird die Schmetterlingspädagogik.
2022
Der erste eigene Abiturjahrgang – ein voller Erfolg
Der erste Jahrgang erreicht einen Durchschnitt von 1,7
Der erste eigene Abiturjahrgang schließt mit einem Schnitt von 1,7 ab – deutlich über dem Landesdurchschnitt. Viele dieser jungen Menschen hatten in der Grundschule keine Gymnasialempfehlung. Eine bessere Antwort auf die Frage „Kann man da denn was lernen?" gibt es nicht.
2024
Von einer Schule zur Bewegung
Ein neues Ziel: Mehr Schmetterlingsschulen bundesweit
Stefan geht in den Ruhestand – sein Anliegen wird größer denn je. Mit der Schmetterlingsakademie begleiten wir nun Schulen bundesweit auf ihrem eigenen Weg. Unser Versprechen: Wir geben nichts weiter, was wir nicht selbst erprobt haben.
HEUTE
Und jetzt? Ihr schreibt die Geschichte weiter – und wir unterstützen euch dabei
Fangt mit der Haltung an – nicht mit Geld und Perfektionismus
Ihr braucht kein Millionenbudget und kein perfektes Schulhaus. Ihr braucht eine Handvoll Kolleg:innen, ein klares „Wofür?" und den Mut zum ersten Schritt. Wir teilen unsere Materialien, unsere Erfahrungen und unsere Werkzeuge – gehen müsst ihr den Weg selbst, aber nicht allein.